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Verpackungsprüfung

Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Nässe, UV-Strahlung, Stöße, Stürze, Vibrationen: Die Bandbreite möglicher Stressfaktoren, die auf Ihr Packgut bei Lagerung, Umschlag und Transport einwirken können, ist fast unbegrenzt. Eine angemessene Verpackung soll das jeweilige Packgut gegen alle absehbar auftretenden Stressfaktoren auf dem Weg zwischen Hersteller und Verbraucher – und bei Lagerung auch darüber hinaus – schützen. 

Prüfung durch Belastung

Ob Verpackungen ihren jeweiligen Aufgaben gerecht werden, lässt sich mithilfe von Verpackungsprüfungen präzise testen. Für entsprechende Verpackungsprüfungen gilt ein umfangreiches Normenwerk von Prüfvorschriften. Die darin geforderten Belastungswerte lassen sich realitätsnah und „wie im Zeitraffer“ simulieren. Auch für den Versicherungsschutz stellen entsprechende Tests mit positiven Prüfergebnissen – umgesetzt von zertifizierten oder akkreditierten Prüfinstituten – vielfach eine wichtige Voraussetzung dar. Geprüft wird nach internationalen Standards wie ASTM, ISTA, DIN und ISO. Insbesondere geht es dabei um mechanische, klimatische und chemische Belastungen:

Mechanisch

Mechanische Belastungen werden durch Fall-, Rüttel- und Aufpralltests simuliert. Gemessen werden dabei die Einwirkungen auf das Packgut und der dämpfende Einfluss der Verpackung. Mit diesem Verfahren lässt sich auch eine eventuelle „Überverpackung“ erkennen – und der Verpackungsaufwand dementsprechend reduzieren.

Klimatisch

Bei Überseetransporten können Temperaturen von bis zu 70° C und eine Luftfeuchtigkeit von annähernd 100 % RH auftreten. Hygroskopische, also Wasserdampf bindende Verpackungswerkstoffe wie auch die jeweiligen Verpackungsgüter können dabei Schaden nehmen. Besteht ein Verdacht auf entsprechende Anfälligkeiten, empfiehlt es sich, vor der Serienproduktion mit geeigneten Simulationen Sicherheit zu schaffen – und ggf. notwendige Veränderungen vorzunehmen.  

Chemisch

Bestandteile von Verpackungsmitteln können unter ungünstigen Umweltbedingungen  zu ungewollten Veränderungen der verpackten Produkte führen – z. B. Verfärbungen oder Korrosion. Dabei spielen oft auch Fertigungsrückstände auf dem Packgut eine Rolle! Anhand chemischer Analysen lassen sich die jeweiligen Schadensursachen fast immer ermitteln. Es ist daher angeraten, bei dem geringsten Verdacht auf besondere Empfindlichkeiten vor dem Serieneinsatz mit geeigneten Simulationen Sicherheit zu schaffen bzw. notwendige Veränderungen vorzunehmen. 


Die unterschiedlichen analytischen Aufgaben lassen sich mit modernen Laborgeräten lösen: Fotometer, Gaschromatograph-Massenspektrometer (HPLC), der Dynamischen Differenzkalorimetrie (DSC) und Thermo-Mikrowaage sowie Karl-Fischer-Titrator zur Wassergehaltsbestimmung in Polymeren.

Schäden und Qualitätsmängel – Ursachen ermitteln, vorbeugen

Jeder Werkstoff verfügt über eine mehr oder weniger stabile stoffliche Zusammensetzung. Für Verpackungen genutzte Werkstoffe haben dementsprechende mechanische Eigenschaften, die ihre Funktionsfähigkeit bestimmen. Die jeweiligen mechanischen Eigenschaften lassen sich präzise messen.

Sowohl die Unverträglichkeit verschiedener Werkstoffe untereinander als auch prozess- oder umgangsbedingte Verunreinigungen können zur Ursache eingeschränkter Funktionsfähigkeiten werden – und damit unerwünschte Nebenwirkungen, Fehlfunktionen und Schäden auslösen! 

Durch unsere jahrzehntelangen Erfahrungen im Bereich professioneller Industrieverpackungen – u. a. auch in Spezialbereichen wie Korrosionsschutz mit VCI-Verpackungen – verfügen wir über eine herausragende Expertise sowohl bei der vorbeugenden Vermeidung von Schäden als auch bei der Ursachenermittlung. Im Labor lassen sich u. A. die folgenden Fragen präzise klären:

  • Enthält ein Material unerwünschte Stoffe, welche der geplanten Verwendung entgegenstehen?
  • Welche Stoffe enthält z. B. eine Probe, die vom Hersteller gar nicht deklariert wurden?
  • Enthält eine solche Probe ggf. sogar gesundheitsschädliche Stoffe?
  • Enthalten verschiedene Proben eines Produkts immer die gleichen Stoffe und in gleichbleibender Menge?
  • Welche Ursachen haben überraschend auftretende Verfärbungen oder andere Oberflächenveränderungen?
  • Beim Korrosionsschutz integriert in ein spezifisches Verpackungsmaterial: Welche korrosionshemmenden Wirkstoffe sind z. B. in einem bestimmten Öl oder einer bestimmten Kunststofffolie enthalten? 
  • Und wie viel davon werden (wie geplant) gasförmig in den Luftraum der jeweiligen Umgebung freigegeben?
  • Ist eine spezifische Prozess- oder Reinigungslösung überhaupt geeignet? Und wie lange darf sie eingesetzt werden?
  • Was sind die Ursachen, wenn es bei Transport oder Lagerung zu einem Korrosionsschaden gekommen ist? 
  • Sind ggf. kritische Kontaminationen auf der Oberfläche des beschädigten Gutes die Ursache?